Lachyoga ist eine Kombination aus Yoga-Atemtechniken (Pranayama) und Lachübungen in der Gruppe. Es wurde 1995 von dem indischen Arzt Dr. Madan Kataria entwickelt und ist mittlerweile weltbekannt. 1995 startete Dr. Kataria den 1. Lachclub mit 5 Personen in einem Park in Bombay. Mittlerweile ist daraus eine Weltlachbewegung mit mehr als 6000 Lachclubs in über 60 Ländern geworden.

Lachyoga basiert auf der Idee, dass jeder Mensch auch ohne Grund lachen kann, also ohne auf Witze, Entertainment und Sinn für Humor angewiesen zu sein. Beim Lachyoga wird das Lachen als Körperübung zunächst simuliert, durch Blickkontakte in der Gruppe und durch spielerische Elemente entsteht daraus jedoch rasch spontanes, ansteckendes Lachen.

Das Konzept von Lachyoga basiert auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass unser Körper nicht zwischen echtem und gespieltem Lachen unterscheidet. Was immer die Quelle unseres Lachens ist, die physiologischen Veränderungen und gesundheitlichen Wirkungen, die es in unserem Körper hervorruft, sind dieselben.
Die „Freudezentren“ im Gehirn können auch durch bewusst angeregtes Lachen aktiviert werden. Daraus folgt: Wir lachen nicht nur, wenn wir glücklich sind sondern wir sind auch glücklich, wenn wir lachen!

 
1995 schrieb Dr. Madan Kataria einen Artikel zum Thema “Lachen - die beste Medizin” für ein Gesundheitsmagazin. Im Zuge seiner Recherchen stieß er auf zahlreiche wissenschaftliche Studien zu den gesundheitlichen Vorteilen von Lachen für Körper und Geist. Gleichzeitig wurde ihm bewusst, wie wenig die Menschen in seiner Umgebung lachten und wie wenig er selbst lachte. Damit stand seine Entscheidung fest, aktiv zu werden und die vielversprechenden Wirkungen von Lachen in der Praxis zu testen.


Der erste Lachclub
In Indien ist es üblich, morgens eine Runde im Park spazieren zu gehen. Dr. Kataria nützte diese Chance, um Leute zu fragen, ob sie mit ihm einen Lachclub starten wollten. Er konnte spontan 4 Menschen gewinnen, sich morgens im Park zum Lachen zu treffen - zur Belustigung der nicht beteiligten Passanten. Schnell wuchs diese kleine Gruppe auf 50 Mitglieder an.

Die ersten Lachclub-Treffen bestanden darin, sich gegenseitig Witze und lustige Geschichten zu erzählen. Die Methode funktionierte - alle lachten und waren für den Rest des Tages gut gelaunt. Nach zwei Wochen kam es jedoch zu einer Krise, denn die guten Witze waren ausgegangen und es kamen negative Themen auf. Zwei Mitglieder beschwerten sich und forderten eine Schließung des Lachclubs. Dr. Kataria bat um einen Tag Geduld, um nach einer Lösung zu suchen.

Die Grundlage für Lachyoga
Noch in dersLachyoga Indienelben Nacht fand Dr. Kataria die Lösung für das Problem in seinen wissenschaftlichen Unterlagen: unser Körper unterscheidet nicht zwischen echtem und gespieltem Lachen. In beiden Fällen wird ein „Glückscocktail“ an Hormonen ausgeschüttet und die körperlichen Reaktionen sind die gleichen.

Am nächsten Morgen erklärte er diese Tatsache seinen Lachclub-Mitgliedern und bat sie, eine Minute lang mit ihm Lachen zu simulieren. Trotz Skepsis waren die Leute bereit, dieses Experiment zu wagen - der Rest ist Geschichte. Das Lachen war so ansteckend, dass innerhalb kürzester Zeit die ganze Gruppe schallend lachte - 10 Minuten lang.

Basierend auf der Erkenntnis, dass es abgesehen von Humor auch noch andere Wege gibt, Lachen zu stimulieren, entwickelte Dr. Kataria zahlreiche Lachübungen, die spielerische und schauspielerische Elemente beinhalten.

Gemeinsam mit seiner Frau Madhuri, Yogalehrerin, erkannte Dr. Kataria die Ähnlichkeit zwischen Lachen und den Atemtechniken des antiken Pranayama-Yoga, die er fortan zwischen den Lachübungen einsetzte. Das Ergebnis ist Lachyoga - eine gelungene Kombination aus tiefer Yoga-Atmung, Stretching und spielerischen Lachübungen.

Was Lachen bewirkt:
· Lachen schafft Nähe zu Menschen und Distanz zu Problemen
· Lachen verbindet – Lachen befreit – Lachen entspannt
· Lachen baut Stress ab und Teamgeist auf 
· Lachen baut Angst und Spannungen ab
· Lachen kann zwischenmenschliche Beziehungen verbessern
· Lachen fördert Kreativität und Produktivität
· Lachen führt zu heiterer Gelassenheit

· Lachen regt die Atmung an
· Lachen aktiviert Glücksbotenstoffe
· Lachen stärkt die Immunabwehr
· Lachen regt das Herz-Kreislauf-System an
· Lachen erhöht die Schmerztoleranz
· Lachen kann depressiven Verstimmungen entgegen wirken

Untersuchungen zufolge gibt es bei Menschen, die viel lachen weniger Herzinfarkte.

„Wir lachen nicht weil wir glücklich sind, wir sind glücklich, weil wir lachen“
                                                                                                              
  William James

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

Lachyoga ist kein Ersatz für Psychotherapie oder ärztliche Behandlung. Es ist eine präventive Maßnahme und kann eine unterstützende Begleitmaßnahme sein. Wenn Sie sich derzeit in medizinischer Behandlung befinden, oder eine Psychotherapie machen und/oder Psychopharmaka einnehmen, halten Sie bitte vorab mit Ihrem Arzt bzw. Therapeuten Rücksprache ob die Teilnahme an diesem Kurs in Ihrer Situation sinnvoll ist. So wohltuend Lachyoga sein kann, es eignet sich nicht für jeden.

Bei Risiko-Schwangerschaft sowie kurz nach einer Operation, unbehandeltem hohen Blutdruck, Schnupfen, Husten, Heiserkeit bzw. Viruserkrankungen, Angina Pectoris, Glaukom, Zwerchfell-, Leisten- , oder Rippenbruch, fortgeschrittene Hämorrhoiden, Epilepsie, akuten Bandscheiben- oder Gebärmuttervorfall, chronischem Husten, Inkontinenz, Aneurysma ist von einer Teilnahme abzuraten. Asthmatiker müssen gut eingestellt sein.
Bei Seh-, Geh- bzw. Bewegungseinschränkung ist es empfehlenswert mit mir vorab ein persönliches Gespräch zu führen um zu klären, ob dieser Kurs für Sie förderlich ist.
Die Teilnahme erfolgt in jedem Fall in Eigenverantwortung.


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